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beautiful mind

Die Tür zum Innenhof.

„ In this difficult situation, there is so much light.“

„ Sag, was fehlt dir am meisten, wenn du die Tür hinter dir schließt? “

Wir haben in unserem Leben schon so oft eine Tür geschlossen. Freiwillig oder bedingt durch die Zeit und Umstände. Am Anfang war es nicht leicht zu verstehen, dass wenn eine Tür sich schließt, eine neue Tür sich öffnet. Denn wieso ändern, neu entdecken oder etwa loslassen, was man schon seit Jahren gewohnt ist und sich nach guter Gewohnheit anfühlt? Selbstverständlichkeit ist ein mieser Verräter. Er gibt uns Sicherheit. Routine. Das Gefühl, dass wir am nächsten Morgen bereit für den Tag sind, weil wir wissen, was vor uns liegt. Wir haben verlernt, Selbstverständlichkeit zu hinterfragen, vielleicht sogar neu zu bewerten. Da wäre der morgendliche Gang zum Bäcker. Der Wunsch, dass die Supermärkte 24 Stunden aufhaben. Amazon liefert nicht binnen 24 Stunden? Eine Frechheit! Kochen? Muss man doch garnicht. Der Lieferservice ist doch da. Wir können in der heutigen Zeit binnen kürzester Zeit unser Bedürfnis oder Wünsche befriedigen. Wir können uns vernetzen. Urlaub auf den Malediven machen. Unternehmen gründen, scheitern und wieder aufstehen. Immer mit dem Wissen: Wir werden aufgefangen. Das ist ein schönes Gefühl, oder etwa nicht?

Jetzt wackelt diese innere Selbstverständlichkeit. Unser Verstand sagt uns: Kauf schnell etwas ein, sonst verhungerst du. Geh schnell noch zum Friseur oder lass dir die Wimpern machen, damit die äußerliche Fassade nicht bröckelt. Denn je mehr Zeit verstreicht, je mehr wir gezwungen sind, die Tür für eine Weile zu schließen, wird auf einmal klar, was uns wirklich bleibt. Vielleicht kommt die ungeschminkte Wahrheit ans Licht. Vielleicht sehen wir in den Spiegel und sehen seit langem endlich mal wieder uns selbst. Ohne Hektik. Ohne Druck. Der Druck, perfekt ins Außen zu gehen, schwindet. Der Druck, was mache ich heute Abend, morgen oder am Wochenende schwindet. Der Druck, immer auf der Überholspur leben zu wollen, schwindet. Zurück bleibt ein Mensch mit vielen Fragen. Vielleicht sogar mit Ängsten, weil wir es verlernt haben, uns mit uns selbst zu beschäftigen. Vielleicht, weil wir zum Hamster der Gesellschaft geworden sind und geblendet von der Selbstverständlichkeit nicht wissen, was wir mit dieser neuen Zeit anfangen sollen. 

Wer will ich sein in Zeiten einer Krise? Brauch ich erst eine klare Ansage, um zu verstehen, was jetzt meine Aufgabe in diesem großen Puzzle ist? 

Zu erkennen, dass diese Krise die größte Chance sein kann und das 2020, wie hart es begonnen haben mag, das Jahr sein wird, dass alles verändert und Geschichte schreibt, ist schwer. Zu erkennen, dass wir für eine Weile zurückstecken, dafür aber Mutter Natur endlich eine Chance zum Atmen bekommt, ist jetzt noch nicht greifbar.

Es ist die Chance, dass endlich die Menschen, die täglich Leben retten und Gutes tun, das Licht erhalten, dass sie verdienen. Es ist die Chance, sich selbst zu reflektieren, endlich den Narzissmus in eine Kiste zu packen und links UND rechts zu schauen. Weder linker Radikalismus noch rechter Rassismus hat in diesem Augenblick eine Plattform. Denn diese Krise kennt keine Hautfarbe und Herkunft

Es ist die Chance, sich selbst zu beweisen, mehr zu sein. Mitfühlend. Positiv denkend. Und voller Liebe. Es ist Zeit, Werte und Systeme zu hinterfragen und endlich seine ganz eigene Stimme wiederzufinden. Wir liken Bilder, schützen online Influencer vor Hassattacken, wo ist die Solidarität und der Schutz offline? Es ist Zeit, sich mit seinem schlimmsten Mitbewohner zusammenzusetzen und endlich, ja endlich, zu sprechen. Dieser Mitbewohner macht sich immer bemerkbar, wenn die Selbstverständlichkeit wackelt. Er ist manchmal so laut in unserem Kopf, dass wir nur ihn wahrnehmen – bewusst oder unbewusst. Dieser Mitbewohner hat uns über die Jahre die gewohnte Selbstverständlichkeit gelehrt, den Narzissmus näher gebracht. 

Wer willst du sein, wenn du jetzt eine Tür schließt, mit dem Wissen, dass ganz bald eine neue Tür wieder aufgeht? 

Wer willst du sein, mit dem Wissen, dass es noch viel schöner sein kann, wenn du die Tür öffnest?

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